Patientenvertreter der Diabetiker Allianz fordern Bereitstellung von Qualitätsmasken

für alle Menschen mit chronischen Erkrankungen, Insbesondere Diabetes mellitus
– Einbeziehung der themenbezogenen Patientenvertreter bei Eilverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA

Bundesweit gilt im öffentlichen Raum die verpflichtende Nutzung qualitativer Masken wie FFP2-Masken oder chirurgischer Masken. Der Einsatz dieser Masken dient dem verbesserten Schutz der Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Herdenimmunität lässt auf sich warten – Bedeutung weiterer Schutzmaßnahmen hält an

Dis bislang verwendeten Alltagsmasken gelten angesichts des hohen Infektionsgeschehens als nicht mehr ausreichend. Eine deutliche Verbesserung der Lage wird erst mit der Impfung der Mehrzahl der Bevölkerung erwartet. Allerdings werden noch einige Monate vergehen, bis ein wirksamer Impfschutz erreicht ist. Bis dahin steigt die Bedeutung anderer Schutzmaßnahmen.

DA fordert die kostenlose, altersunabhängige Verfügbarkeit geeigneter Masken für chronisch Kranke

In dieser Phase sieht die Diabetiker Allianz (DA) den Bund in der staatlichen Fürsorgepflicht, die angeordneten FFP2- oder chirurgischen Masken allen chronisch Erkrankten, einschließlich aller Formen von Diabetes mellitus, altersunabhängig und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Eine bundesweit einheitliche Ausweitung auf alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die in prekären Situationen, wäre ebenfalls anzustreben.

Bisherige Handhabung für Betroffene schwer nachvollziehbar

Ohnehin ist die bisherige Praxis, nach der eine 25-jährige Typ-2-Diabetikerin Masken bekommt, eine 59-jährige Typ-1- Diabetikerin bekommt sie nicht, für die Betroffenen nicht nachvollziehbar. Dieses tiefe Unverständnis führt zu Spaltung, Frustration und letztendlich trägt es auch zur Politikverdrossenheit bei.

Themenbezogene Patientenvertreter in Eilbeschluss des G-BA nicht berücksichtigt

In welchen Teilen der Bevölkerung ein Anspruch auf kostenlose FFP2-Masken besteht, ist in einem Eilbeschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA geregelt, leider ohne Berücksichtigung der themenbezogenen Patientenvertreter. Nach unserer Auffassung hätte die Patientenperspektive zu höherer Qualität im Beschluss und zu mehr Umsetzungsakzeptanz bei den Betroffenen geführt. Wir fordern daher den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) auf, künftig auch bei Eilverfahren die themenbezogenen Patientenvertreter einzubeziehen.