Gründungsmitglieder der DDF

Gruender DDF 2016

Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.
Jürgen Kleeberg, Lutz Otto

Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e. V.
Jutta Bürger-Büsing, Jutta Katgely

LV Hessen e. V. DDB  (seit 2017 Diabetiker Hessen e.V.)
Prof. Hermann von Lilienfeld-Toal, Christine Hornberger, Kurt Becker

Diabetiker Baden-Württemberg e. V.
Dr. Alexander Hemmann, Elke Brückel

Diabetiker Thüringen e. V.
Dr. Sven Becker, Rositta Meinzinger, Jörg Herold, Dr. Klaus-Dieter Warz

Karl Munzert
Edda Stellmach

Gründungsmitglieder Kurzportraits

hermann-von-lilienfeld-toal

außerplanmäßiger Prof. Dr.med., Endokrinologe, Gastroenterologe, Diabetologe, ehem. Chefarzt Medizinische Klinik Krankenhaus Gelnhausen,
Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund seit 1980,
Landesvorsitzender des Landesverbandes Hessen des DDB seit 2002,
Vorsitzender des wissenschaftlicher Beirats des DDB von 2005 bis2015,
stellvertretender Bundesvorsitzender des DDB von 2007 bis 2015

Warum engagiere ich mich ehrenamtlich für Menschen mit Diabetes, was ist der Grund dafür, dass ich DDF mit gegründet habe?

Ich denke, dass die von Diabetes Betroffenen eine substantielle Vertretung brauchen. Seit Jahren mache ich mich dafür stark, einerseits die Gemeinschaft der Diabetiker mit guten, sachlichen Argumenten in der Auseinandersetzung um die Medikamente und Hilfsmittel zu versehen, auf der anderen Seite Verständnis in der Gemeinschaft der Diabetologen und Diabetesberater/innen für die Position der Betroffenen zu erwirken. Ich freue mich, dass mit der Deutschen Diabetes Föderation nun eine kräftige Organisation entstanden ist, die eine solche adäquate Vertretung ermöglicht.

Jürgen Kleeberg

Dipl. Kulturwissenschaftler

Seit einer Entfernung der Bauchspeicheldrüse 1995 Diabetiker Typ 3c,
seit 1995 Mitglied im Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP),
von 1997 bis 2003 Leiter der Berliner Gruppe des AdP
seit 2003 Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (www.bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de)

Ich setze mich besonders für Menschen mit dem Diabetes Typ 3c ein, da dieser Typ sehr schwer einstellbar ist, oft zu sehr komplizierten Lebenssituationen führt und leider in der Öffentlichkeit, auch im medizinischen und sozialen Bereich, weitestgehend unbekannt ist.

Die Menschen mit Diabetes brauchen einen Verband, der sie bei der Bewältigung der Krankheit aufgrund eigener Erfahrungen wirksam unterstützt. Nur ein solcher Verband kann alle vorhandenen medizinischen und sozialpolitischen Ressourcen zusammenführen.

Im AdP sind ca. 75 Prozent aller Mitglieder an Diabetes erkrankt aufgrund einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Im Rahmen der DDF können wir die Unterstützung für diese Menschen in guter Qualität leisten.

Jutta Bürger-Büssing

Präsidentin des Bundes diabetischer Kinder und Jugendlicher,
Präsidentin des Deutschen Diabetiker Verbandes (www.bund-diabetischer-kinder.de/html/ueber_uns.html)

Der Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher (BdKJ) setzt sich seit 1974 für die berechtigten Belange der an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankten Kinder und deren Familien ein. Sich als Einzelorganisation in wichtigen Gremien Gehör zu verschaffen, gestaltet sich in der heutigen Zeit recht schwierig. Besonders durch die große Anzahl der Menschen, die an einem Typ-2-Diabetes leiden, wir sprechen mittlerweile von ca. 6 Millionen, geraten Familien, die ein diabetisches Kind haben, nicht so in den Fokus, wie es die Erkrankung im Alltagsleben erfordert. Die Zahl der Neuerkrankungen unter den (Klein-)Kindern steigt ebenfalls stetig an und eine flächendeckend gute medizinische und psychosoziale Betreuung ist leider nicht gegeben. Hier gibt es noch viel Handlungsbedarf, um betroffenen Familien das Leben mit dem ständigen Begleiter „Diabetes“ zu erleichtern und den Kindern dieselben Möglichkeiten zu eröffnen wie ihren stoffwechselgesunden Freunden.

Unsere Aufgabe in der Selbsthilfe sehen wir u.a. darin, betroffene Menschen mit unseren Erfahrungen zu unterstützen, sie zu informieren, zu schulen (in Kooperation mit Diabetologen und Diabetesberater/innen) und sie auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten. Wir müssen Betroffene dort abholen, wo sie stehen, und nicht warten, bis sie auf uns zugehen.

In der Gemeinschaft entsteht aus dem Ich- ein Wir-Gefühl – dieses Prinzip, ein WIR zu schaffen, hat den Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher dazu bewogen, sich in der Dachorganisation „Deutsche Diabetes Föderation“ zu organisieren und sich mit Menschen, Organisationen, Selbsthilfegruppen und dergleichen zu vereinen, um für jeden einzelnen an Diabetes erkrankten Menschen einen „Nutzen“ zu erzielen.

Aus unserer Sicht ist der Zusammenschluss vieler, die sich mit den multiplen Problemen bei Bestehen einer Diabeteserkrankung befassen, dringend notwendig. Dies gibt uns allen eine bessere Chance, unser wichtigstes Bestreben, eine in jeder Hinsicht bessere Lebenssituation für die Betroffenen zu schaffen, erfolgreich umsetzen.

Wir freuen uns sehr auf die Arbeit mit allen Akteuren in der neu gegründeten Deutschen Diabetes Föderation zum Wohle aller Betroffenen, getreu dem BdKJ-Motto: „Gemeinsam ist besser als einsam“.

arnfred-stoppok

Als Gründungsmitglied der Deutschen Diabetes Föderation e.V. war es mir von Beginn an eine Herzensangelegenheit, auch in meinem Bundesland Niedersachsen eine unserem Dachverband angeschlossene Gliederung zu etablieren. Auf einer außerordentlichen Landesdelegiertenversammlung am 1. Oktober diesen Jahres konnte dieses Vorhaben endlich abgeschlossen werden: Aus dem Landesverband des Deutschen Diabetiker Bundes Niedersachsen heraus wurde ein Anschluss an die Föderation mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Ab Januar 2017 werden die Interessen von Diabetikerinnen und Diabetikern in Niedersachsen unter dem Namen „Diabetiker Niedersachsen e.V.“ künftig mit der gebotenen Vehemenz in Politik und Medizin vertreten werden. Als Landesverband sind wir gut aufgestellt. Wir verfügen über gute Kontakte in die Landespolitik ebenso wie in die Fachmedizin. Wir werden künftig besser spezifische Hilfen an Betroffene vermitteln können, indem wir den Netzwerkcharakter ausbauen und die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

Bereits vor der Gründungsversammlung der Föderation im Juni 2016 in Fulda konnte ich mich in vielen Gesprächen mit den Gründern von der Fach- und Sachkompetenz überzeugen, die der neuen Organisation nun künftig zur Verfügung steht. Dies war die Initialzündung für mein weiteres Engagement auf der Landesebene. Wir als Betroffene brauchten dringend eine zeitgemäße und schlagkräftige Dachorganisation, die die verschiedenen Akteure zusammenführt und den Nutzen für alle Mitglieder erhöht.

Mit einer feinmaschigen Vernetzung und einer zeitgemäßen Präsentation unserer Arbeit in der Öffentlichkeit werden wir unsere Belange auf der großen politischen Bühne in Zukunft besser vertreten können und damit für die Verbesserung der Lebens- und Versorgungsqualität aller Diabetikerinnen und Diabetiker sorgen. Sowohl das Fundament als auch das Dach sind nun gebaut, es wird Zeit das Richtfest zu feiern und unser neues Haus lebenswert einzurichten.


Arnfred Stoppok
Medien & Eventmanager
3. Landesvorsitzender Deutscher Diabetikerbund Landesverband Niedersachsen e.V.