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Satzung Deutsche Diabetes Föderation e.V.

Stand 02.06.2020

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr


  1. Der Verein trägt den Namen „Deutsche Diabetes Föderation e.V.“
  2. Er hat seinen Sitz in Berlin.
  3. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Berlin eingetragen unter der VR-Nr. 35200.
  4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck und Zweckverwirklichung


  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Zweck des Vereins ist die Förderung der Selbsthilfe in Deutschland durch eine effektive gesundheitspolitische Betroffenen- und Patientenvertretung, die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung.
  3. Die Satzungszwecke werden insbesondere verwirklicht durch:
  • Eine gesundheitspolitische Betroffenen- und Patientenvertretung;
  • Verbesserung der Situation von Menschen mit Diabetes mellitus sowie der durch die chronische Erkrankung peripher Betroffener durch Sicherung der Versorgungsqualität und Einbindung aller Verbände, Vereine und Selbsthilfeorganisationen, die sich mit dem Thema Diabetes mellitus der unterschiedlichen Diabetestypen und/oder den Folgeerkrankungen aktiv auseinandersetzen;
  • Ausbau der Prävention durch gesundheitliche Aufklärung;
  • Förderung von Maßnahmen zur Prävention und Verhinderung der Entstehung von Folgeerkrankungen;
  • eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit;
  • Informationsaustausch zwischen den Betroffenen durch
    Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Nutzung digitaler Kommunikationsformen.
  • Die Satzungszwecke müssen nicht alle gleichzeitig oder in gleichem Maße verwirklicht werden.

§ 3 Selbstlosigkeit


  1. Der Verein ist selbstlos tätig;
    er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  4. Mitglieder, die im Auftrag des Vereins tätig sind, erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit auf Antrag Auslagenersatz gem. § 670 BGB und der Geschäftsordnung.
  5. Die in den Organen tätigen Mitglieder mit besonderer Aufgabe können eine im Verhältnis zu ihrer Aufgabe angemessene Aufwandsentschädigung erhalten. Die Höhe wird vom Erweiterten Bundesvorstand festgelegt.

§ 4 Grundwerte


Der Verein ist überparteilich und politisch neutral. Der Verein verpflichtet sich der konsequenten Transparenz, dem ethischen und wirtschaftlichen Handeln, der solidarischen Grundhaltung und der gesellschaftlichen Verantwortung.

§ 5 Mitgliedschaft


  1. Mitglieder sind ordentliche Mitglieder, Förderer und/oder Ehrenmitglieder. Ordentliche Mitglieder können nur juristische Personen sein. Förderer können auch natürliche Personen sein. Ehrenmitglieder können nur natürliche Personen sein.
  2. Ordentliche Mitglieder sind Mitglieder, die keine Förderer oder Ehrenmitglieder sind. Ordentliche Mitglieder müssen als gemeinnützig anerkannt sein. Sie haben auf Verlangen dem Vorstand binnen eines Monats ihren Gemeinnützigkeitsstatus nachzuweisen.
  3. Förderer sind natürliche oder juristische Personen oder sonstige Organisationen, die die Ziele des Vereins anerkennen und unterstützen. Sie besitzen kein Stimmrecht. Sie können nicht in die
    Vereinsorgane gewählt werden.
  4. Ehrenmitglieder sind natürliche Personen, die von der Mitgliederversammlung ernannt wurden, weil sie sich in besonderer Weise um den Verein oder um die gesundheitliche oder soziale Rehabilitation von Menschen mit Diabetes verdient gemacht haben. Sie besitzen kein Stimmrecht und sind nicht wählbar.
  5. Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Die Entscheidung ist dem Antragsteller unverzüglich schriftlich oder in digitaler Form mitzuteilen.
    Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Beschluss des Vorstands. Liegt dieser in der ersten Jahreshälfte, ist der Mitgliedsbeitrag voll zu entrichten; ansonsten anteilig für das laufende Kalenderjahr.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder, Datenverarbeitung, Beiträge


  1. Jedes ordentliche Mitglied ist stimmberechtigt. Wählbar sind nur natürliche Personen, die von einer Mitgliedsorganisation vorgeschlagen werden.
  2. Jedes ordentliche Mitglied besitzt eine Stimme.
  3. Die von einem ordentlichen Mitglied spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich an den Vorstand gestellten Anträge sind in der Mitgliederversammlung zu behandeln.
    Antragsrecht, Stimmrecht und Wahlrecht werden bei juristischen Personen von dem gesendeten Vertreter ausgeübt. Die Vertretungsmacht ist auf Verlangen gegenüber dem Vorstand nachzuweisen.
  4. Der Verein benötigt von jedem ordentlichen Mitglied folgende Daten:
    Name, vertretungsberechtigte Personen, Adresse, E-Mail-Adresse und Kontoverbindung. Die Namen, Adresse und E-Mail-Adresse des Mitglieds kann der Verein in einer Mitgliederliste allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung stellen, sofern das Mitglied dem nicht ausdrücklich widerspricht. Außerdem verarbeitet und nutzt der Verein zu Zwecken der Mitgliederverwaltung und –betreuung die Telefon- und Telefaxnummern sowie Adressen zur digitalen Übermittlung sofern ihm diese jeweils vom Mitglied freiwillig angegeben werden.
  5. Jedes ordentliche Mitglied ist verpflichtet, dem Verein Änderungen bei den Daten und Angaben nach Absatz (4) unverzüglich bekannt zu geben. Schriftliche oder digitale Mitteilungen des Vereins gelten dem Mitglied als zugegangen, wenn sie jeweils an die letzte dem Verein bekannte Adresse gesandt worden sind.
  6. Die Mitgliederversammlung beschließt eine Beitragsordnung. Im Einzelfall kann der Vorstand auf begründeten Antrag eines Mitglieds dessen Beitrag reduzieren oder stunden. Die Beiträge werden durch
    Überweisung gezahlt. Sie können per Lastschrifteinzug erhoben werden.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft


  1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Streichung von der Mitgliederliste, Ausschluss, Tod bzw. – bei juristischen Personen – durch Auflösung.
    Die Ehrenmitgliedschaft kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aberkannt werden oder durch schriftliche Erklärung des Ehrenmitglieds zurückgegeben werden. Es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung bereits entrichteter Mitgliedsbeiträge.
  2. Der Austritt eines Mitglieds ist mit einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf des Geschäftsjahres durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit Wirkung zum Ablauf des Geschäftsjahres möglich. Es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung bereits entrichteter Mitgliedsbeiträge.
  3. Eine Streichung von der Mitgliederliste kann erfolgen, wenn das Mitglied trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Entrichtung des Beitrags ganz oder teilweise im Rückstand ist. In der zweiten Mahnung ist eine Zahlungsfrist von mindestens einem Monat einzuräumen und auf die Möglichkeit der Streichung von der Mitgliederliste hinzuweisen. Über die Streichung entscheidet der Vorstand, der eine Streichung dem betroffenen Mitglied unverzüglich schriftlich mitzuteilen hat.
  4. Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grund möglich, insbesondere, wenn das Mitglied das Ansehen des Vereins schwer beschädigt oder gegen die Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder wenn dem Verein aus anderen Gründen die Fortsetzung des Mitgliedschaftsverhältnisses nicht mehr zumutbar ist.
    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Ein Ausschluss ist dem Mitglied unverzüglich schriftlich mitzuteilen.
    Dem Ausschließungsbeschluss kann das Mitglied innerhalb einer Frist von einem Monat nach Mitteilung schriftlich widersprechen. Über den Widerspruch entscheidet die nächste Mitgliederversammlung.
  5. Während dieses Widerspruchsverfahrens ruhen sämtliche Mitgliederrechte und –pflichten.

§ 8 Organe


Die Organe des Vereins sind

– die Mitgliederversammlung
– der Bundesvorstand und
– der Erweiterte Bundesvorstand

Aufgaben, Arbeitsweise und Finanzierung der Organe werden durch eine Geschäftsordnung geregelt, soweit dies nicht durch die Satzung geschieht.

§ 9 Mitgliederversammlung


  1. Die Mitgliederversammlung besteht aus dem Bundesvorstand, dem Erweiterten Bundesvorstand und jeweils einem stimmberechtigten Vertreter einer Mitgliedsorganisation sowie den nicht stimmberechtigten Förderern und Ehrenmitgliedern.
    Sie ist mindestens jährlich durch den Vorsitzenden oder einen Stellvertreter einzuberufen.
    Die Mitgliederversammlung kann einen Versammlungsleiter wählen.
    Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Die Versammlung kann Gäste zulassen.
  2. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens 2/10 der Mitglieder dies beim Vorstand schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragen.
  3. Die Einberufung erfolgt schriftlich oder in digitaler Form durch den Vorstand unter Wahrung einer Einladungsfrist von vier Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Dieses gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte von ihm dem Verein bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Einberufungsmängel gelten als geheilt, wenn das betroffene Mitglied zur Mitgliederversammlung erscheint.
  4. Jedes ordentliche Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben.
  5. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung.
  6. Bis spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung sendet der Vorstand den Mitgliedern folgende Unterlagen zu:a) Bericht des Vorstandes

    b) Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung

    c) Jahresabschluss und Jahresbericht

    d) Sonstige Beschlussvorlagen lt. Tagesordnung

    Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

    a) die Entgegennahme des Jahresberichts,

    b) die Genehmigung der Jahresrechnung,

    c) die Wahl, Abwahl und Entlastung der Vorstandsmitglieder,

    d) Die Gewährung einer Aufwandsentschädigung an die Vorstandsmitglieder

    e) die Bestellung eines Kassenprüfers

    f) die Beschlussfassung über Angelegenheiten, die nicht der laufenden Geschäftsführung zuzurechnen sind (Näheres ist in einer Geschäftsordnung zu regeln).

    g) die Festlegung der Mitgliedsbeiträge,

    h) die Entscheidung über den Widerspruch gegen einen Ausschluss,

    i) die Beschlussfassung über Änderungen des Vereinszwecks, über andere Satzungsänderungen und über die Auflösung des Vereins sowie

    j) die Ernennung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft.

  7. Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder. Sofern in dieser Satzung keine anderen Mehrheitserfordernisse festgelegt sind, fasst die Mitgliederversammlung ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
    Allein die Mehrheit der abgegebenen gültigen Ja- und Nein-Stimmen ist zu berücksichtigen.
  8. Ist bei einer Wahl nur eine Person zu wählen und nur ein Bewerber vorhanden, erfolgt die Wahl in offener Abstimmung, sofern nicht eine schriftliche Wahl beantragt wird. Sind mehrere Bewerber vorhanden, ist schriftlich abzustimmen. Derjenige Bewerber ist gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Bei Stimmengleichheit entscheidet zunächst eine Stichwahl zwischen den betroffenen Bewerbern und bei erneuter Stimmengleichzeit das Los.
  9. Sind bei einer Wahl mehrere Personen gleichzeitig zu wählen, ist Listenmehrheitswahl oder Blockwahl zulässig. Gewählt sind die Bewerber, die die höchsten Stimmenzahlen auf sich vereinigen. Bei Stimmengleichheit erfolgt erforderlichenfalls eine Stichwahl zwischen den betroffenen Bewerbern. Ergibt sich auch hier Stimmengleichheit, entscheidet das Los.
    Eine Blockwahl ist nur auf Beschluss der Mitgliederversammlung und nur dann zulässig, wenn sich maximal so viele Personen zur Wahl stellen, wie auch zu wählen sind. Für die Blockwahl gelten die Regelungen zur Beschlussfassung entsprechend Absatz (8).
  10. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, in dem mindestens Ort, Datum, Uhrzeit und die Namen der Teilnehmer sowie die gefassten Beschlüsse samt Abstimmungsergebnissen und die zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit einer Wahl notwendigen Angaben samt Wahlergebnissen festzuhalten sind. Das Protokoll ist von den mit der Versammlungsleitung und der Protokollführung betrauten Personen zu unterschreiben und den Vorstandsmitgliedern unverzüglich zuzuleiten.
  11. Juristische Personen entsenden vertretungsberechtigte Mitglieder in die Mitgliederversammlung. Diese haben ihre Vertretungsmacht auf Verlangen des Vorstands schriftlich nachzuweisen.
    Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied der entsendenden juristischen Person ist möglich. Jeder Stimmberechtigte kann nur eine Stimme abgeben. Weitere Mitglieder juristischer Personen, Ehrenmitglieder und Förderer können ohne Stimmrecht an der Mitgliederversammlung teilnehmen.

§ 10 Bundesvorstand


  1. Der Bundesvorstand besteht aus mindestens drei maximal fünf natürlichen Personen. Diese bilden den Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Je zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
    Die gewählten Vorstandsmitglieder wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden, mindestens einen stellvertretenden Vorsitzenden und einen Finanzvorstand. Es können weitere Ressorts gebildet werden.
  2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist zweimal möglich.
  3. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf der Amtszeit aus, können die verbliebenen Vorstandsmitglieder ein neues Vorstandsmitglied wählen bis zur nächsten Mitgliederversammlung.
  4. Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins und die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Über die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands beschließt der Vorstand. Er gibt sich eine Geschäftsordnung. Der Vorstand kann zur Wahrung seiner Aufgaben eine Geschäftsstelle einrichten und eine Geschäftsführung berufen.
    Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann der Geschäftsführer zum besonderen Vertreter gem. § 30 BGB bestellt werden. Für die Zeit der Bestellung ist er stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes.
  5. Der Vorstand kann nach Zustimmung durch den Erweiterten Bundesvorstand zur Unterstützung der Verbandsarbeit Beiräte und Arbeitskreise zur Bearbeitung bestimmter Sachthemen bestellen oder auflösen.
  6. Vorstandssitzungen sollen mindestens vierteljährlich stattfinden. Die Vorstandsitzung wird durch den 1. Vorsitzenden oder seinen Stellvertreter oder durch Beschluss des Vorstandes durch ein weiteres Vorstandsmitglied schriftlich unter Wahrung einer Frist von zwei Wochen einberufen. Jede ordnungsgemäß einberufene Vorstandsitzung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der
    Vorstandsmitglieder anwesend ist. In Vorstandssitzungen fasst der Vorstand seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
  7. Über die Vorstandsitzung ist ein Protokoll zu führen, in dem mindestens Ort, Datum, Uhrzeit, Namen der Teilnehmer und die gefassten Beschlüsse samt Abstimmungsergebnisse festzuhalten sind.
    Das Protokoll ist vom Sitzungsleiter und Protokollanten zu unterschreiben und den anderen Vorstandsmitgliedern zuzuleiten.
  8. Der Vorstand kann Beschlüsse auch schriftlich, elektronisch oder fernmündlich mit der Mehrheit seiner Mitglieder fassen, wenn alle Vorstandsmitglieder dem Verfahren jeweils zugestimmt haben. Jedes Vorstandsmitglied hat dafür zu sorgen, dass spätestens bei der nächsten Vorstandsitzung die Zustimmung zum Verfahren und der Beschluss ordnungsgemäß protokolliert werden.
  9. Den Vorstandsmitgliedern werden ihre tatsächlichen Aufwendungen auf Nachweis ersetzt. Mitgliedern des Vorstands kann eine Vergütung gezahlt werden. Über ihre Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung kann einzelne Vorstandsmitglieder zum Abschluss und zur Kündigung von entsprechenden Verträgen mit anderen Vorstandsmitgliedern ermächtigen.
  10. Der Vorstand kann Ressorts bilden und Kooperationen eingehen im Einklang mit Satzungszweck und den Zielen des Vereins.

§ 11 Erweiterter Bundesvorstand


  1. Der Erweiterte Bundesvorstand setzt sich aus den Mitgliedern des Bundesvorstands und den Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen zusammen. Die Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen können sich durch bevollmächtigte Personen vertreten lassen.
  2. Der Erweiterte Bundesvorstand berät und unterstützt den Bundesvorstand bei seiner Arbeit, insbesondere bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung.
  3. Der Erweiterte Bundesvorstand trifft seine Entscheidungen in Beschlüssen, die zu protokollieren sind.
    Er ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Bundesvorstandsmitglieder und die Hälfte der Vertreter der Mitgliedsorganisationen anwesend sind. Seine Beschlüsse sind für den Bundesvorstand bindend.
  4. Der Erweiterte Bundesvorstand wird vom Bundesvorstand einberufen.
  5. Der Erweiterte Bundesvorstand soll mindestens einmal jährlich tagen.

§ 12 Kassenprüfung


  1. Die Mitgliederversammlung wählt auf Vorschlag des Bundesvorstands einen Kassenprüfer. Dieser soll ein Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwalt sein. Zulässig sind auch Berufsausübungsgemeinschaften sowie Gesellschaften von Berufsträgern dieser Berufsgruppen.
  2. Der Kassenprüfer hat die Aufgaben:

    a) die Buchführung insgesamt

    b) den Beitragseinzug

    c) die Vereinnahmung von Spenden samt der Ausstellung entsprechender Zuwendungsbestätigungen

    d) die satzungsgemäße Verwendung der Mittel des Vereins, jeweils bezogen auf das vergangene Geschäftsjahr rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung zu prüfen.

    In der Mitgliederversammlung hat er über ihre Prüfung schriftlich zu berichten, bevor über die Entlastung der Vorstandsmitglieder abgestimmt wird. Der Kassenprüfer kann die Entlastung des Vorstands vorschlagen.

§ 13 Änderung des Vereinszwecks, Satzungsänderung, Auflösung


  1. Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn dies als Tagesordnungspunkt bereits in der Einberufung zur Mitgliederversammlung benannt und der Einberufung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt worden ist.
  2. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden.
  3. Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Über die Auflösung kann nur abgestimmt werden, wenn diese rechtzeitig als Tagesordnungspunkt mit der Einberufung zur Mitgliederversammlung angekündigt wurde.

§ 14 Schlussbestimmungen


  1. Soweit durch diese Satzung keine abweichende Regelung getroffen ist, gelten die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.
  2. Soweit in der vorliegenden Satzung Funktionsbezeichnungen verwendet werden, gelten diese gleichermaßen für alle
    geschlechtlichen Gruppen.
  3. Als schriftlich im Sinne dieser Satzung gelten auch Mitteilungen in digitaler Form oder anderer schriftlicher bzw. elektronischer Kommunikationsformen.
  4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an DER PARITÄTISCHE Gesamtverband, Oranienburger Straße 13-14, 10178 Berlin zwecks Verwendung zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere der Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten.

Quelle: Deutsche Diabetes Föderation e. V.

Vorsitzender: Dr. Klaus Warz
Versammlungsleiter: Manfred Flore
Protokoll: Elisabeth Koehler

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Zuwendungen Dritter



Die Deutsche Diabetes Föderation e. V. finanziert sich neben dem Umlagen der Mitgliedsorganisationen durch Spenden und Zuwendungen Dritter. Wir haben uns verpflichtet, unsere Mittelherkunft transparent und für jeden zugänglich nachzuweisen. Deshalb veröffentlichen wir hier diese Zuwendungen nach Jahren mit Angabe des Zuwendungsgebers, dem Betrag, dem jeweiligen Verwendungszweck und dem Datum der Zuwendung. Wir sind bemüht, die Tabellen zeitnah zu aktualisieren.

Zuwendung Betrag Zuwendungsgeber Grund der Zuwendung Anteil Gesamtumsatz
2019 50.000,00 € GKV – Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene Kassenartenübergreifende pauschale Fördermittel für 2017
gem. § 20h SGB V
17,48%
2019 60.000,00 € AOK-Bundesverband Kassenindividuelle Förderung
Kinder-u. Jugendkongress
„#KidsKon“
20,97%
2019 36.562,50 € Techniker Krankenkasse Kassenindividuelle Förderung
Projekt „Qualifizierung Diabetes Guide“
12,81%
2019 25.872,28 € DAK Kassenindividuelle Förderung
Projekt „Empowerment“
9,04%
2019 172.434,78 €

 

Gesamtzuwendungen Krankenkassen 60,30%
2019 5.950,00 € Sanofi-Aventis Symposium „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 2,08%
2019 1204,05 € Dexcom, Mainz Stand „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 0,42%
2019 1575,10 € Insulet, München Stand „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 0,55%
2019 6.927,95 € Novo Nordisk Pharma GmbH Stand „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 2,42%
2019 2.500,00 € Novo Nordisk Pharma GmbH Spende f. Diabetiker Allianz 0,87%
2019 1.212,15 € Ultra-Pharm, Bad Rothenfelde Stand „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 0,42%
2019 1.923,70 € Ypsomed Stand „#KidsKon2.0“ am 28.09.2019 0,67%
2019 1.190,00 € Bayer Vital GmbH Sponsoring 2019 0,42%
2019 1.190,00 € Novo Nordisk Pharma GmbH Sponsoring 2019 0,42%
2018 23.672,95 € Gesamtzuwendungen 8,27%
Zuwendung Betrag Zuwendungsgeber Grund der Zuwendung Anteil Gesamtumsatz
2018 45.000,00 € GKV – Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene Kassenartenübergreifende pauschale Fördermittel für 2017
gem. § 20h SGB V
2018 60.000,00 € AOK-Bundesverband Kassenindividuelle Förderung
Kinder-u. Jugendkongress
„#KidsKon“
2018 13.500,00 € BKK Bundesverband Kassenindividuelle Förderung
Projekt „SH Bewegen“
2018 19.000,00 € DAK Kassenindividuelle Förderung
Projekt „Empowerment“
2018 137.800,00 €

 

Gesamtzuwendungen Krankenkassen 68,92%
2018 12.000,00 € Sanofi-Aventis Digitalkisierung von Mitgliedsausweisen 6,00%
2018 180,25 € Sanofi-Aventis Unterstützung Tagung 27.10.2017 0,09%
2018 183,60 € MSD SHARP & DOME GmbH Erst. Reisekosten 0,09%
2018 489,45 € Novo Nordisk Pharma GmbH Erst. Reisekosten Dr. Warz 0,24%
2018 1.523,20 € Abbott, Wiesbaden Stand #KidsKon 22.09.2018 0,76%
2018 1.166,20 € Dexcom, Mainz Stand #KidsKon 22.09.2018 0,58%
2018 1.547,00 € Insulet, München Stand #KidsKon 22.09.2018 0,77%
2018 1.785,00 € Lilly Deutschland GmbH T-Shirts für Veranstaltung #KidsKon 20.09.2018 0,89%
2018 1.557,12 € Medtronic, Merbusch Stand #KidsKon 22.09.2018 0,78%
2018 2.975,00 € Novo Nordisk Pharma GmbH Anzeige #KidsKon 22.09.2018 1,49%
2018 6.878,20 € Novo Nordisk Pharma GmbH Stand #KidsKon 22.09.2018 3,43%
2018 4.760,00 € Sanofi-Aventis T-Shirts u. Anzeige #KidsKon 22.09.2018 2,38%
2018 1.201,30 € TK Pharma Tage, Hasbergen Stand #KidsKon 22.09.2018 0,60%
2018 1.177,51 € Ultra-Pharm, Bad Rothenfelde Stand #KidsKon 22.09.2018 0,59%
2018 1.933,45 € Ypsomed Warenproben #KidsKon 22.09.2018 0,97%
2018 475,00 € Boehringer Ingelheim Erst. Reisekosten Prof. von Lilienfeld-Toal 0,24%
2018 39.832,28 € Gesamtzuwendungen 19,92%
Datum Zuwendung Zuwendungsgeber Grund der Zuwendung Anteil Gesamtumsatz
02.05.2017 35.000,00 € GKV – Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene Pauschale Fördermittel für 2017 gem. § 20h SGB V 38,15 %

(Hinweis: Gründung des Verbandes im Juni 2016)

Datum Zuwendung Zuwendungsgeber Grund der Zuwendung Anteil Gesamtumsatz
20.01.2017 5.000,00 € Sanofi Förderung Internetauftritt/ Homepagegestaltung 20,86 %
30.01.2017 2.500,00 € Abbott GmbH & Co. KG Techn. Büroausstattung 10,43%
Gesamt 7.500,00 € 31,30%

Selbstauskunft Monitoring-Ausschuss

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Leitsätze der Selbsthilfe

Für die Zusammenarbeit mit Personen des privaten und öffentlichen Rechts, Organisationen und Wirtschaftsunternehmen, insbesondere im Gesundheitswesen

Präambel


Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG SELBSTHILFE) und der Paritätische Wohlfahrtsverband mit seinem FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im (FORUM) vertreten als Dachorganisationen die Interessen der ihnen angeschlossenen Mitgliedsverbände. Darüber hinaus sind sie als die maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfe aufgerufen, die Interessenvertretung der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen insgesamt wahrzunehmen.

Um ihren Auftrag als maßgebliche Spitzenorganisationen der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen sachgerecht wahrnehmen zu können, ist es für die Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen unabdingbar, ihre Neutralität und Unabhängigkeit strikt zu wahren. Auf der Basis ihrer Neutralität und Unabhängigkeit legen die der BAG SELBSTHILFE und die dem FORUM angeschlossenen Selbsthilfeorganisationen Wert auf eine faire und transparente Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen.

Sie begrüßen das Interesse von Wirtschaftsunternehmen an einer solchen Zusammenarbeit und sehen hier die Chance zu einem gleichberechtigten Dialog. Um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu bewahren und auch künftig zu gewährleisten, sind im Folgenden gemeinsame Leitsätze der beiden Spitzenorganisationen die Kooperation mit Personen des privaten und öffentlichen Rechts, Organisationen und Wirtschaftsunternehmen sowie von ihnen Beauftragte formuliert.

Die nachstehenden Leitsätze gelten für die BAG SELBSTHILFE und das FORUM als übergreifende Zusammenschlüsse sowie für die Selbsthilfeorganisationen, die sich durch schriftliche Selbstverpflichtung zur Anwendung dieser Leitsätze gegenüber der BAG SELBSTHILFE und/oder dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Gesamtverband e. V., verpflichtet haben und im Anhang aufgeführt sind. Soweit Selbsthilfeorganisationen entsprechende Leitsätze oder Richtlinien verabschiedet haben, bleibt deren Geltung unberührt.

Die BAG SELBSTHILFE und das FORUM beraten die ihnen angeschlossenen Selbsthilfeorganisationen und begleiten sie fortlaufend bei der Umsetzung dieser Leitsätze in der Praxis.

1. Allgemeine Grundsätze


  1. Die Selbsthilfeorganisationen richten ihre fachliche und politische Arbeit ausschließlich an den Bedürfnissen und Interessen von behinderten und chronisch kranken Menschen und deren Angehörigen aus. Sie wollen die Selbstbestimmung behinderter und chronisch kranker Menschen fordern.
  2. Die Kooperation zwischen Selbsthilfeorganisationen und Wirtschaftsunternehmen muss mit den satzungsgemäßen Zielen und Aufgaben der Selbsthilfeorganisationen im Einklang stehen und diesen dienen. Die Selbsthilfeorganisationen akzeptieren keine Zusammenarbeit, welche die Gemeinnützigkeit des Verbandes gefährdet oder gar ausschließt.
  3. In allen Bereichen der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen muss die Selbsthilfeorganisation die volle Kontrolle über die Inhalte der Arbeit behalten und unabhängig bleiben. Dies gilt sowohl für ideelle als auch für finanzielle Forderung und Kooperationen.
  4. Jedwede Kooperation mit und Unterstützung durch Wirtschaftsunternehmen ist transparent zu gestalten.

2. Information und inhaltliche Neutralität


  1. In Kooperationen mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, Anbietern von Heil- und Hilfsmitteln sowie Dienstleistungen und anderen Unternehmen, die Produkte für behinderte und chronisch kranke Menschen herstellen oder vertreiben, wird auf eine eindeutige Trennung zwischen Informationen der Selbsthilfeorganisation, Empfehlungen der Selbsthilfeorganisation und Werbung des Unternehmens geachtet. Die Selbsthilfeorganisationen informieren über Angebote, beteiligen sich aber nicht an der Werbung. Werbung von Wirtschaftsunternehmen ist grundsätzlich zu kennzeichnen.
  2. Die Selbsthilfeorganisation gibt grundsätzlich weder Empfehlungen für einzelne Medikamente, Medikamentengruppen oder Medizinprodukte, noch Empfehlungen für bestimmte Therapien oder diagnostische Verfahren ab. Die Abgabe einer Empfehlung ist nur dann möglich, wenn diese auf dem Bewertungsergebnis anerkannter und neutraler Expertengremien beruhen. Die Zusammensetzung der Gremien muss öffentlich transparent sein. Ihre Ergebnisse müssen transparent und nachvollziehbar sein. Informationen von Wirtschaftsunternehmen werden kenntlich gemacht sowie nicht unkommentiert weitergegeben.
  3. Die Selbsthilfeorganisation informiert über die Erfahrungen von Betroffenen mit Medikamenten, Medizinprodukten, Therapien und diagnostischen Verfahren.
  4. Die Selbsthilfeorganisation informiert auch über die Vielfalt des Angebotes und über neue Entwicklungen im Bereich der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation unter Angabe der Quellen.
  5. Die Selbsthilfeorganisation ist in ihrer fachlichen Arbeit unabhängig und nicht an medizinische Fachrichtungen gebunden. Sie steht grundsätzlich auch besonderen Therapierichtungen offen gegenüber. Eine besondere Bedeutung haben hier z. B. homöopathischen, physiotherapeutischen und anthroposophischen Angebote.

3. Kommunikationsrechte


  1. Die Selbsthilfeorganisation gewahrt ggf. Wirtschaftsunternehmen in schriftlichen Vereinbarungen Kommunikationsrechte, wie z.B. das Recht auf die Verwendung des Vereinsnamens Oder des Logos in Publikationen, Produktinformationen, Internet, Werbung oder auf Veranstaltungen. Tatsache und Gegenstand dieser Vereinbarungen werden veröffentlicht. Ausgeschlossen wird die unmittelbare oder mittelbare Bewerbung von Produkten, Produktgruppen oder Dienstleistungen zur Diagnostik und Therapie von chronischen Erkrankungen oder Behinderungen. Die schriftlichen Vereinbarungen enthalten eindeutige Beschreibungen, welcher Partner in welchem Zusammenhang Namen bzw, Logo des anderen Partners verwenden darf und wo die Grenzen gezogen werden. Eine Formulierung wie: ,,Der Sponsor verpflichtet sich, keine Maßnahmen zu treffen, die den Ideen und dem Ansehen der Selbsthilfeorganisation Schaden zufügen“ bietet in der Vereinbarung einen umfassenden Schutz für die Interessen der Selbsthilfeorganisation.
  2. Das Gebot der Transparenz gebietet, dass grundsätzlich im Rahmen der gemeinsamen Aktion auf die Unterstützung durch das Wirtschaftsunternehmen hingewiesen wird, ohne jedoch im Sinne der Grundsätze des BMP für ertragssteuerrechtliche Behandlung des Sponsoring vom 18.02.1998 und des darauf beruhenden Erlasses des Finanzministeriums Bayerns vom 11.02.2000 aus steuerlicher Sicht Werbung im aktiven Sinne zu betreiben.
  3. Eine Verwendung des Logos und des Namens der Selbsthilfeorganisation darf nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung der Selbsthilfeorganisation erfolgen. Das Logo muss dann originalgetreu verwendet werden. Abweichungen oder Änderungen sind nicht zulässig. Die Verwendung darf nur für den konkret vereinbarten Zweck erfolgen. Ebenso kann die Selbsthilfeorganisation das Logo des Wirtschaftsunternehmens verwenden. Die Abgrenzung von jeglicher Produktwerbung ist dabei zu beachten.
  4. Im Folgenden sind übliche Aktionsfelder für Kommunikationsrechte zwischen Wirtschaftsunternehmen und Selbsthilfeorganisationen aufgeführt. Die Liste versteht sich als beispielhafte und nicht abschließende Nennung von Kooperationsmöglichkeiten.

Veranstaltungen von Selbsthilfeorganisationen

Die Selbsthilfeorganisation trägt dafür Sorge, dass bei von ihr organisierten und durchgeführten Veranstaltungen stets die Neutralität und unabhängigkeit gewahrt bleibt. Dieser Anspruch gilt auch für organisatorische Fragen. Die Auswahl des Tagungsortes und der Rahmen der Veranstaltung wird von der Selbsthilfeorganisation bestimmt, Reisekosten orientieren sich grundsätzlich am Bundes- bzw. Landesreisekostengesetz. Sofern Honorare gezahlt werden sind diese maßvoll zu bemessen. Dabei kann die Honorarordnung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge herangezogen werden. Daten von Teilnehmenden an Veranstaltungen werden nicht an Wirtschaftsunternehmen weitergegeben. Bei der Festlegung der Inhalte und bei der Auswahl der Referenten achtet die Selbsthilfeorganisation insbesondere darauf, dass die Sachverhalte objektiv dargestellt und behandelt werden. Dies schließt eine einseitige Darstellung zu Gunsten eines bestimmten Unternehmens, einer bestimmten Therapie oder eines bestimmten Produktes grundsätzlich aus. Die Selbsthilfeorganisation trägt Sorge dafür, dass die behandelten Themenbereiche nicht allein von Referenten, die bei dem jeweiligen Sponsor angestellt sind oder vom dem jeweiligen Sponsor finanziell abhängig sind, behandelt werden.

Veranstaltungen von Wirtschaftsunternehmen

Die Selbsthilfeorganisation trägt dafür Sorge, dass auch im Rahmen von Veranstaltungen von Wirtschaftsunternehmen stets die Neutralität und unabhängigkeit der Selbsthilfeorganisation gewahrt bleibt. Die schriftliche Vereinbarung regelt, in wie weit der Name oder das Logo der Selbsthilfeorganisation auf Veranstaltungen des Wirtschaftsunternehmens benutzt werden darf. Werbung für ein konkretes Produkt, Produktgruppen oder Dienstleistungen wird dabei ausdrücklich ausgeschlossen. Reisekosten orientieren sich grundsätzlich am Bundes- bzw. Landesreisekostengesetz. Sofern Honorare gezahlt werden, sind diese maßvoll zu bemessen. Dabei kann die Honorarordnung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge herangezogen werden.

Publikationen von Selbsthilfeorganisationen

Sollte eine Publikation mit der Unterstützung durch ein Wirtschaftsunternehmen entstanden sein, wird auf den Druckerzeugnissen – z.B. mit der Formulierung: ,,mit freundlicher Unterstützung von …..“ – auf die Unterstützung hingewiesen. Dabei können das Logo oder der Schriftzug des Wirtschaftsunternehmens verwandt werden, soweit dies ohne besondere Hervorhebung erfolgt.

Publikationen von Wirtschaftsunternehmen

Das Wirtschaftsunternehmen kann den Abdruck des Logos der Selbsthilfeorganisation in seinen Publikationen oder auf Plakaten veranlassen, soweit dies in der schriftlichen Vereinbarung festgehalten wurde. Die Vereinbarung schließt aus, dass auf diesem Wege mittel- oder unmittelbar Werbung für Produkte, Produktgruppen oder Dienstleistungen betrieben wird.

Internetauftritte von Selbsthilfeorganisationen

Die Selbsthilfeorganisation kann auf ihrer Homepage auf die Unterstützung durch Wirtschaftsunternehmen hinweisen. Eine aktivierte Verlinkung von einer Homepage der Selbsthilfeorganisation auf die Homepage eines Wirtschaftsunternehmens wird von den Steuerbehörden als aktive Werbung gewertet und stellt aus steuerlicher Sicht einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dar. Im Einzelnen wird auf den Erlass des Finanzministeriums Bayern vom 11.02.2000 verwiesen.

Internetauftritte von Wirtschaftsunternehmen

Wirtschaftsunternehmen können in ihrem Internetauftritt auf die Selbsthilfeorganisationen verweisen und auch direkt verlinken. Sie sollten die Selbsthilfeorganisationen über diesen Schritt informieren und auch akzeptieren, wenn eine solche Verlinkung nicht gewünscht wird. Eine Verlinkung zum Download-Bereich der Selbsthilfeorganisation verursacht Kosten bei der Selbsthilfeorganisation und ist in einer schriftlichen Vereinbarung zu regeln.

Eigenwerbung von Selbsthilfeorganisationen

Selbsthilfeorganisationen können in ihrer Eigenwerbung auf die Unterstützung von Wirtschaftsunternehmen hinweisen. Umfang und Art und Weise werden in der schriftlichen Vereinbarung festgehalten. Der Hinweis geschieht in der Form, dass es sich im steuerrechtlichen Sinne nicht um aktive Werbung handelt. Ein Zusammenhang mit Produkt-, Produktgruppen und Dienstleistungswerbung wird ausgeschlossen.

Eigenwerbung von Wirtschaftsunternehmen

Die Selbsthilfeorganisation kann den unterstützenden Wirtschaftsunternehmen anbieten, die im Rahmen der geschlossenen Vereinbarungen erfolgten Zuwendungen öffentlich zu dokumentieren und damit zu werben.

4. Zuwendungen


  1. Die Selbsthilfeorganisation kann finanzielle Zuwendungen entgegennehmen. Dabei wird die Selbsthilfeorganisation nicht in abhängigkeit von bestimmten Wirtschaftsunternehmen oder von einer bestimmten Person geraten. Die Selbsthilfeorganisation achtet bei der Forderung durch Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen insbesondere darauf, dass eine Beendigung der Unterstützung weder den Fortbestand noch de n Kernbereich der satzungsgemäßen Arbeit der Selbsthilfeorganisation gefährden kann.
  2. Die Selbsthilfeorganisation trifft ggf. auch Sponsoring-Vereinbarungen mit Wirtschaftsunternehmen. Unter Sponsoring ist dabei die Gewährung von Geld, geldwerten Vorteilen, Sachzuwendungen oder ideeller Unterstützung durch Unternehmen zur Forderung der Selbsthilfeorganisation zu verstehen, wenn damit auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung oder der öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens verfolgt werden. Die Selbsthilfeorganisation sichert ihre Unabhängigkeit gegenüber Sponsoren dadurch ab, dass Sponsoring-Vereinbarungen, die Zuwendungen in nicht unerheblichen Umfang zum Gegenstand haben, schriftlich fixiert und die Zuwendungen transparent gemacht werden. Sollte mit einem Unternehmen eine Sponsoringvereinbarung getroffen werden, sind die geltenden steuerrechtlichen Vorschriften, insbesondere im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit von Vereinen, und die eindeutige Zuordnung zum entsprechenden Tätigkeitsbereich zu beachten.
  3. Soweit Projekte einer Selbsthilfeorganisation mit über der Hälfte der dafür notwendigen Sach- und Finanzmittel von einem oder mehreren Wirtschaftsunternehmen ausgestattet sind, werden diese in geeigneter Weise öffentlich ausgewiesen.
  4. Die Selbsthilfeorganisation informiert in geeigneter Weise über Organvertreter, die außerhalb ihrer Rolle als Mitglied der Mitgliederversammlung von Wirtschaftsunternehmen Leistungen erhalten.

5. Unterstützung der Forschung


  1. Die Selbsthilfeorganisation begruBt Forschungsanstrengungen, die einer Verbesserung der Situation chronisch kranker und behinderter Menschen dienen.
  2. Die Selbsthilfeorganisation ist grundsätzlich bereit, sich mit ihrer Fachkompetenz an solchen Forschungsprogrammen, insbesondere an klinischen Studien zu beteiligen, sowie über solche Forschungsprogramme, insbesondere klinische Studien, zu berichten, um über ihre Mitgliedsverbände so die Beteiligung von Probanden an den Forschungsprogrammen bzw. Studien zu ermöglichen. Eine solche Unterstützung setzt jedoch voraus, dass die Informationen über das Forschungs- und Studiendesign sowie über die laufenden Ergebnisse der Forschungsprogramme bzw. Studien die Informationen gegenüber der Selbsthilfeorganisation vollständig offen gelegt werden. Des Weiteren halt die Selbsthilfeorganisation die Übernahme der Kosten für die genannten Unterstützung sMaßnahmen durch die betreffenden Unternehmen für geboten. Die Selbsthilfeorganisationen unterstützen insbesondere Studien, die bei Studienregistern registriert werden und bei denen Design und Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  3. Die Selbsthilfeorganisation versucht ihrerseits, im Interesse chronisch kranker und behinderter Menschen auf die Firmenpolitik (Studiendesigns, Produkteigenschaften, Marketing, etc.) der Unternehmen Einfluss zu nehmen.

6. Monitoring


  1. Die BAG Selbsthilfe und der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband mit seinem FORUM beraten aktiv neue Mitglieder im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der Leitsätze, im Übrigen auch andere Mitglieder über Zielsetzung und Regelungsgehalt der Leitsätze.
  2. Mindestens einmal im Jahr kommen Vertreter beider Organisationen zusammen, um über die Erfahrungen in der Anwendung der Leitsätze in der Praxis und notwendige Weiterentwicklung zu beraten. Die Ergebnisse dieser Fachaustausche werden öffentlich gemacht.
  3. Bei Verstößen gegen die Leitsätze werden die betreffenden Organisationen von ihren Dachorganisationen aktiv angesprochen und zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Die im Beratungsgespräch getroffenen Vereinbarungen werden dokumentiert und darüber in den Fachaustauschen informiert.
  4. Die Selbsthilfeorganisationen beraten und informieren regelmäßig ihre ihnen angeschlossenen Untergliederungen (Selbsthilfegruppen), z. B. in geeigneten Veranstaltungen und Publikationen, um haupt- und ehrenamtliche Mitglieder mit den erforderlichen Verfahrensregeln vertraut zu machen.
  5. Selbsthilfeorganisationen, die diesen Leitsätzen beigetreten sind, werden in einer Übersicht zusammengefasst, Diese wird in der aktuellen Fassung in geeigneter Weise veröffentlicht.

Den Selbsthilfeorganisationen wird eine Übergangsfrist bis 31.12.2007 eingeräumt, um ggf. abweichende eigene Regelungen anzupassen. Darüber hinausgehende Regelungen von Selbsthilfeorganisationen haben weiterhin Geltung.

Berlin, den 23. März 2006

Quelle: PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband

Deutsche Diabetes Föderation

Herzlich Willkommen



Der Mai bringt neben Frühlingsfreude und Sonnenwärme auch viele weitere interessante Themen mit sich, die Ihnen die DDF als Dachverband der Diabetes Selbsthilfe in Deutschland nicht vorenthalten möchte.

Neben der » Videosprechstunde der Diabetes Guides DDF
finden der » DDG Diabetes Kongress 2021 und
die neue Kampagne » #StarkeStimmen der BAG über Patientenvertretung statt.

Wir wünschen Ihnen einen Wonnemonat zum aufatmen, in dem es leichter fällt, seiner Gesundheit und seinem
» Immunsystem etwas Gutes zu tun.


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Elke Brückel für ihr Lebenswerk geehrt – die DDF gratuliert!

Elke Brückel ist auf dem Diabetes Kongress der DDG 2021 mit der Gerhardt Katsch-Medaille für ihr Lebenswerk geehrt worden.

BAG #StarkeStimmen

Adipositas ist die Ursache zahlreicher Begleit- und Folgeerkrankungen, die oftmals erst nach Jahren auftreten. Bei rechtzeitiger Behandlung  lassen sich viele dieser Folgeerkrankungen verhindern oder lindern. Betroffene Patienten werden von Hausärzten oder anderen Fachärzten an entsprechende Selbsthilfegruppen verwiesen, zu sogenannten Patientenschulungsmaßnahmen oder anderen Kursen geschickt, die sich in der Hauptsache mit dem Thema Ernährung befassen.

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Leitbild der DDF



Diabetes bewegt uns … die DDF verbindet!



Die DDF ist ein bundesweit aktiver Verband, der sich für die Lebens- und Versorgungsqualität von Menschen mit Diabetes und Betroffenen in ihren Lebensbereichen einsetzt. Zentrales Anliegen ist die vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation mit allen relevanten Akteuren.

Transparenz


  • Transparenz ist uns wichtig: Bei uns schauen Sie hinter die Kulissen.
  • Ohne Transparenz kann eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die Grundlage effizienter Verbandsarbeit, nicht gelingen.
  • Unser Selbstverständnis ist, dass unsere Arbeit auf allen Ebenen transparent ist.
  • Alle Mitglieder und Besucher/ Gäste sollen umfassend informiert werden. Entscheidungen von Verband und Politik werden öffentlich gemacht.

Dialog


  • Den Dialog mit allen Betroffenen und Diabetes-Akteuren fördern.
  • Gemeinsame Ziele im Dialog zu erarbeiten und voranzutreiben, ist uns wichtig.
  • Wir möchten Betroffenen und Diabetes-Akteuren die Chance geben, ihre Standpunkte gleichberechtigt zu formulieren, diese zu bündeln  und in allen wichtigen Bereichen umzusetzen.

Kompetenz


  • Gebündeltes Erfahrungswissen in allen Lebensbereichen, im täglichen Umgang mit Diabetes durch kompetente Unterstützung.

Interessenvertretung


  • Wir setzen uns kompetent ein für die Interessen aller von Diabetes Betroffenen.
  • Dies schließt Prävention, Früherkennung und Versorgung sowie gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität ein.

Verantwortung


  • Verantwortung bedeutet für die DDF die Belange der Betroffenen und deren Umfeld Ernst zu nehmen, diese allen relevanten Akteuren zu vermitteln und die Umsetzung aktiv zu begleiten.

Autorin: Elke Spaeth

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Durch eine Covid-19-Ansteckung sind chronisch kranke oder behinderte Kinder besonders gefährdet, erforderliche Schul- oder Arztbesuche sind für betroffene Eltern besonders schwierig umzusetzen.